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Wenn am Vorabend
des vorletzten Sonntags im Juli (dem Sonntag nach "Maria-Magdalena") um 18 Uhr die Glocken vom Turm unserer
Pfarrkirche festlich den Sonntag einläuten, dann wissen die Weilerer,
dass jetzt ihre "Kerb" anfängt. Der Kerbe-Jahrgang hat bereits (in der
Nacht zum 1. Mai) den "Kerwe-Baam" auf dem Dorfplatz aufgerichtet und
ist nun unterwegs, um feierlich die "Kerb auszugraawe", eine Flasche
Wein (das Joseppche), die traditionsgemäß am Ende der vorjährigen Kerb
von der Kerbejugend des vorherigen Jahrganges vergraben worden war.
Der nächste Tag,
der "Kerwe-Sunndaach", wird in der Frühe mit einem festlichen Hochamt zu
Ehren der Kirchenpatronin, der h. Maria Magdalena eröffnet. Es ist seit
alters her üblich, dass an der Messfeier der Kerbejahrgang teilnimmt.
Am frühen
Sonntagnachmittag ziehen sie mit ihrem "Kerwe-Hammel" in einem kleinen
Festzug, mit dem Musikverein an der Spitze, durchs Dorf. Aus einem
kleinen Weinfass, das sie auf einem Handkarren mit sich führen, schenken
sie unterwegs Wein aus, den sie meist von Winzern, Wirten und sonstigen
Spendern erhalten haben. Dabei ertönt laut und voller Inbrunst der
"Schlachtruf" des Jahrganges.
(Text des Weilerer
Kerwe-Schlachtrufes
►►► HIER)
Der Kerwe-Montag beginnt mit einem
Frühschoppen. Abends geht es dann zum traditionellen Hammeltanz auf dem
Platz vor der Kirche.
* Quelle: Weilerer
Heimatnachrichten, 2. Sonderausgabe - Juli 1987
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